“Und sie sind wer?” Die junge Frau sah von ihrem Bildschirm auf und blickte den Mann an, der soeben ihr Büro betreten hatte. Er war in einen Anzug gekleidet und schien augenscheinlich nicht zu den Mitgliedern einer der Kampfeinheiten der Einrichtung zu zählen. Sie seufzte und wandte sich wieder ihrer Arbeit zu. Die Frage des Mannes ignorierte sie vorerst. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie er die Hände zu Fäusten ballte und schnaubte. “Ich habe sie gefragt, wer sie sind.” Wiederholte er die Frage mit Nachdruck und blickte die Frau unverwandt an. Sie unterbrach ihre Arbeit, um den Mann erneut anzusehen. “Was für eine Sicherheitsfreigabe haben Sie, Herr…” fragte sie dann und wartete auf eine Antwort sowie einen Namen des Mannes. “Mein Name lautet Stone, Dr. Marcus Stone. Und ich besitze Sicherheitsfreigabe 3. Ich bin einer der Wissenschaftler von SCP-1985.” Die Frau nickte und gab etwas in ihren Computer ein. Sie nahm sich etwas Zeit um sich das durchzulesen was sie dort sah und sah dann wieder zu Dr. Stone. “Und was genau wollen Sie nun von mir, Dr. Stone?” Die Frage kam ruhig über die Lippen der Frau und doch schien es, als hätte sich die Temperatur im Raum verändert. Der Mann blinzelte mehrfach und schluckte leicht. “Ich wollte wissen, wer sie genau sind. Ich habe sie einmal in Sub-Site-██ gesehen und keiner meiner Kollegen konnte mir etwas genaueres zu ihnen sagen. Nur dass sie anscheinend sehr wichtig sind.” Die Frau nickte und sah den Wissenschaftler unverwandt an. “Sie wissen ja sicher das wir unsere Gründe für Geheimhaltung haben, Dr. Stone. Sie sollten wissen, dass die Natur unserer Arbeit sehr gefährlich ist. Schätzen sie ihre Position bei den Wissenschaftlern?” Diese Frage traf den Mann sichtlich unvorbereitet und er runzelte die Stirn. “N-Natürlich schätze ich meine Position. Ich habe sie mir ja auch hart erarbeitet. Aber ich halte an meiner Frage fest.” Die Frau nahm diese Information nickend zur Kenntnis und gab ein Handzeichen zu einer Person hinter Dr. Stone. “Sie wollen wissen, wer ich bin? Man könnte mich als eine Archivarin bezeichnen.” Beantwortete sie nun seine Frage. “Aber sie werden mit dieser Information nicht viel anfangen können.” Sagte sie und lächelte. Dr. Stone schien ziemlich verwirrt durch die Aussage der Frau vor ihm und er bemerkte die Hände erst zu spät, die ihn packten und unter Protest aus dem Raum zerrten. Die junge Frau lächelte und wandte sich wieder ihrem Computer zu. Die Akte von Dr. Stone war noch geöffnet und sie seufzte. Sie änderte die Bezeichnung der Akte von “aktiv” zu “degradiert” und fügte eine einzelne Bemerkung hinzu. “Siehe Akte D-6745”